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DNK-Nachhaltigkeitserklärung

COMPO hat für die Berichtsjahre 2023 und 2024 Nachhaltigkeitserklärungen veröffentlicht. Darin informiert das Unternehmen über wesentliche ökologische, soziale und gesellschaftliche Themen sowie über Maßnahmen und Entwicklungen im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Die Nachhaltigkeitserklärung wird nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) erstellt.

Aktuelle DNK-Erklärung

Wichtigste Ergebnisse im Überblick

Die Nachhaltigkeitserklärung für das Berichtsjahr 2023 nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) dokumentiert die Weiterentwicklung des ESG-Programms von COMPO. Sie gibt einen Überblick über Maßnahmen an den internationalen Produktionsstandorten der COMPO Gruppe und weist die Entwicklung der klimarelevanten Emissionen im Berichtszeitraum aus.

Ein Schwerpunkt des ESG-Programms ist die Reduzierung klimarelevanter Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Im Jahr 2023 ist COMPO der Science Based Targets initiative beigetreten. Damit verfolgt das Unternehmen einen wissenschaftsbasierten Ansatz zur Festlegung von Emissionsreduktionszielen im Einklang mit dem 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens.

Emissionsreduktion durch Rohstoffalternativen und neue Technologien

Die Berechnung des Corporate Carbon Footprint (CCF) auf Grundlage des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) dient COMPO dazu, Emissionsquellen zu erfassen und Ansatzpunkte für mögliche Reduktionen zu identifizieren. Ein Handlungsfeld ist dabei die Auswahl von Rohstoffen. Im Forschungszentrum am Unternehmenssitz in Münster arbeitet ein multidisziplinäres Team an der Weiterentwicklung von Produktrezepturen, unter anderem mit dem Ziel, den Einsatz nachwachsender und regional verfügbarer Rohstoffe zu erhöhen.

Im Substratbereich hat COMPO den Anteil nachwachsender und regional beschaffter Rohstoffe weiterentwickelt. Nach den Ergebnissen der Emissionsbilanzierung gingen im Berichtszeitraum sowohl Scope-1- als auch Scope-3-Emissionen zurück. Diese Entwicklungen stehen unter anderem im Zusammenhang mit Veränderungen bei der Rohstoffauswahl und den eingesetzten Rohstoffmengen.

Diesen Ansatz will COMPO in den kommenden Jahren weiterverfolgen und zusätzliche Möglichkeiten zur Reduzierung klimarelevanter Emissionen prüfen.

Am Standort Münster hat COMPO im Berichtsjahr 2023 zudem ein umfangreiches Investitionsprojekt für die Produktion organischer und organisch-mineralischer Dünger gestartet und hierfür eine neue Produktionsanlage errichtet. In der Anlage kommt unter anderem die COMPO Advanced Release Technology® zum Einsatz. Mit der Investition verfolgt COMPO das Ziel, Produktionsprozesse und die Herstellung organischer und organisch-mineralischer Dünger weiterzuentwickeln und voranzutreiben.

Regionale Ressourcen für kürzere Transportwege und eine Verringerung der Transportemissionen

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die regionale Beschaffung und Verarbeitung natürlicher Materialien. Kürzere Beschaffungswege tragen dazu bei, Transportdistanzen zu verringern. Gleichzeitig soll die regionale Beschaffung die Flexibilität der Lieferkette unterstützen.

Durch die regionale Beschaffung und Verarbeitung natürlicher Materialien reduziert COMPO Transportwege und stärkt gleichzeitig die Flexibilität der Lieferkette. In Kombination mit regionalen und emissionsärmeren Rohstoffen, optimierten Prozessabläufen in der Produktion und einem besserem Bestandsmanagement kann durch die gleichzeitige Verringerung der Transportemissionen eine deutliche Senkung der Scope 3-Werte im Vergleich zum Vorjahresbericht erreicht werden. 

Kreislaufwirtschaft und Verpackungen

COMPO setzt sowohl bei Produkten als auch bei Verpackungen Rohstoffe aus Kreislaufprozessen ein. Verpackungslösungen des Unternehmens mit Recyclingmaterial wurden unter anderem mit dem Plastic Recycling Award und dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.

Nach Angaben der Nachhaltigkeitserklärung entfielen im Berichtsjahr 2023 mehr als 98 Prozent der eingesetzten Verpackungsmaterialien auf erneuerbare Ressourcen. Die Weiterentwicklung der Verpackungen ist ein weiteres Handlungsfeld des ESG-Programms.

Für Flüssigdüngerverpackungen verfolgt COMPO das Ziel, gruppenweit Verpackungen einzusetzen, die vollständig aus Post-Consumer-Rezyklat bestehen. Die Umsetzung und der jeweilige Stand der Zielerreichung werden im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung betrachtet.

Umstellung der Stromversorgung

An den deutschen Standorten hat COMPO die Stromversorgung auf Grünstrom umgestellt. Dadurch gingen die Scope-2-Emissionen im Berichtszeitraum um 89 Prozent zurück. Auch für internationale Standorte prüft beziehungsweise plant das Unternehmen die weitere Umstellung der Stromversorgung. Darüber hinaus setzt COMPO an ersten deutschen Standorten Maßnahmen im Bereich betrieblicher Mobilität um. Dazu gehören beispielsweise E-Ladestationen und Dienstrad-Leasing.

Entwicklung der Treibhausgasemissionen

Die Corporate-Carbon-Footprint-Berechnung von COMPO weist für den Berichtszeitraum Rückgänge der bilanzierten Treibhausgasemissionen in Scope 1, Scope 2 und Scope 3 aus:

  • Die Scope 1-Emissionen sind um 11 Prozent gesunken. Die Senkung ist auf die Optimierung der Torfgewinnungsmengen und die damit einhergehende Minderung der Lagerungsemissionen zurückzuführen.
  • In Scope 2 konnte durch die Umstellung auf Grünstrom an allen deutschen Standorten eine Senkung der Emissionen um 89 Prozent erzielt werden. 
  • Die Scope 3-Emissionen sind um 30 Prozent gesunken. Die deutliche Senkung basiert auf optimierten Prozessabläufen in der Produktion bei gleichzeitig besserem Bestandsmanagement und einer Verringerung der Transportemissionen.

Die Ergebnisse der Emissionsbilanzierung zeigen damit Rückgänge in allen drei betrachteten Scopes. 

Neben der Darstellung klimarelevanter Emissionen behandelt die DNK-Erklärung weitere ökologische, soziale, gesellschaftliche und Governance-Aspekte des unternehmensweiten ESG-Programms. Die Erklärung ist in deutscher und englischer Sprache in der DNK-Datenbank abrufbar.

Corporate Governance

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